Wer hat das nicht schon erlebt: die Nichte oder eine Bekannte einer Bekannten feiert, man ist eingeladen und möchte natürlich etwas schenken – aber was passt und ist nicht zu teuer? Ein Strauß Blumen ist nicht genug, ein Buch zu riskant (liest sie noch Harry Potter oder schon Herrmann Hesse) und ein Gutschein zu unpersönlich.
Dieses Problem hat offensichtlich schon vor vielen Jahren Unmengen von Müttern und Vätern, Tanten, Onkel und den Rest der Menschheit beschäftigt. Eine Idee entstand und setzte sich bald durch: Schmuck zum Sammeln. Was bei Omas Sammeltassen viele Generationen lang funktioniert hat, kann ja nicht so falsch sein.
Und siehe da, es klappte auch am Ende des 20. Jahrhunderts noch. Man schenkt eine Kette mit dem ersten Anhänger daran oder den ersten Armreifen, die erste flippige Uhr oder andere Accessoires – und schon ist das Problem aus der Welt. Jahrelang können alle Bekannten und Verwandten nun die nächsten Anhänger … kaufen und es passt immer. Nun kann man sogar wieder Gutscheine schenken, denn “ich weiss ja nicht, was du schon hast”. Und die Designer haben eine fast unerschöpfliche Phantasie, was die neuen Kollektionen angeht.
Die Skandinavier waren Pioniere, vor allem Trollbeads sind seit langem auf dem Markt und haben inzwischen hunderte “Beads” auf den Markt gebracht. Aber wie alle erfolgreichen Konzepte wurde auch dieses bald von vielen genutzt, so dass das Angebot heute fast unüberschaubar ist und die Dänen schon mehrfach überholt wurden.
Aber nicht alles Erfolgreiche gefällt allen – man muss nun für die konkrete Nichte das passende finden aber dann sind die Geschenke der nächsten Jahre gesichert. Ein bisschen Überlegung und ein gewisses “Restrisiko” bleibt bestehen – aber ganz so einfach soll das Schenken ja auch nicht sein.
Quelle Zum Artikelbild: http://www.fashionpaper.ch/blog/wp-content/uploads/pandora_s.jpg
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