Egal in welchem Alter oder in welcher persönlichen Situation man sich befindet, man sollte sich immer einen Notgroschen zur Seite legen. Zum Vermögensaufbau eignen sich Banksparpläne genauso gut wie die Investition in Aktien. Diese Aussage ist allerdings nur bedingt richtig, da nicht jede Geldanlage für alle Sparer im gleichen Umfang geeignet ist.
Planung mit Konzept
Die systematische Geldanlagestrategie durchläuft im Grunde drei Stadien. Das erste Stadium umfasst den gezielten Vermögensaufbau, das zweite die optimierte Vermögensanlage und das dritte Stadium die Sicherung des bisher angesparten Kapitals. Einige Finanzexperten sprechen auch noch von einem vierten Stadium, die sogenannten Spekulationsphase.
Der Vermögensaufbau sollte so früh wie möglich beginnen. Bereits als Auszubildender gilt es persönlichen Risiken abzusichern. Dazu zählen Unfälle, Krankheiten sowie eine dadurch bedingte Berufsunfähigkeit. Eine Krankenversicherung ist in Deutschland Pflicht, dennoch sollte man auch auf einen Berufsunfähigkeitsversicherung nicht verzichten. Jeder 4. deutsche Arbeitnehmer wird statistisch gesehen noch vor Erreichen des Rentenalters einmal im Leben berufsunfähig. Hat man sich also hinreichend abgesichert, kann man Schritt für Schritt ein gewisses Vermögen ansparen. Dabei sind in diesem Lebensabschnitt kurzfristige Sparanlagen sinnvoller, da man sich sicher zuerst einmal einen gewissen Lebensstandard schaffen möchte. Hierfür sind Sparanlagen und Festgeld geeignet. Dennoch ist auch eine langfristige Sparanlage, hinsichtlich einer privaten Altersvorsorge, nicht von der Hand zu weisen. Je früher man beginnt, sich fürs Alter ein finanzielles Polster anzulegen, desto höher fällt später die private Rente aus. Außerdem profitieren Jungsparer zusätzlich vom geschenkten Geld vom Staat. Schließt man beispielsweise eine Riester-Rente noch vor seinem 25. Lebensjahr ab, bekommt man zusätzlich 200 Euro Berufseinsteigerbonus.
Der nächste Lebensabschnitt hat begonnen, man hat bereits den Partner fürs Leben gefunden und denkt dar
an eine Familie zu gründen. Zu Beginn der Optimierung der Vermögensanlage, sollte die Absicherung von Partner und Familie im Fokus stehen. Mit einer Risikolebensversicherung sind diese, durch die vereinbarte Versicherungssumme, im Todesfall finanziell versorgt. Daneben sollte spätestens in diesem Lebensabschnitt, für alle, die bisher in der Hinsicht noch nichts unternommen haben, Vorkehrungen hinsichtlich der Altersvorsorge getroffen werden. Für den mittelfristigen Vermögensaufbau eignen sich solide Banksparpläne, die ein überschaubares Risiko sowie eine garantierte Verzinsung beinhalten. Dieses Geld kann man später beispielsweise zur Finanzierung der Ausbildung des Nachwuchses einsetzen.
Das dritte Stadium beginnt als Rentner. Da kein weiteres Geld mehr eingenommen wird, sollte man das vorhandene Kapital so anlegen, dass es der derzeitige Lebensstandard möglichst gut absichert ist. Dazu kann man den größten Teil des vorhandenen Kapitals in sichere Geldanlagen, wie Immobilien oder festverzinsliche Wertpapiere, investieren. Den kleineren Rest kann man dann ohne Bedenken in renditestarke Produkte wie Investmentfonds oder Aktien investieren.
Quelle zum Artikelbild: www.test.de/filestore/f200310044sb_paar.jpg
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